Blick über die Dächer der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber
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Korfu Urlaub: Meine schönsten Erlebnisse und persönlichen Tipps

Korfu war für mich eine dieser Reisen, bei denen ich vorher gar nicht so genau wusste, was mich erwartet – und am Ende genau das besonders schön fand. Wir waren im Juni 2026 für sieben Nächte auf der Insel und hatten eine Unterkunft im Süden von Korfu gebucht. Und ganz ehrlich: Diese Unterkunft hätten wir zwischendurch fast storniert.

Korfu war für mich allerdings kein ganz neues Reiseziel. Ich war schon einmal im Rahmen einer Kreuzfahrt für einen Tag dort. Damals startete und endete die Reise auf Korfu, sodass wir leider nicht besonders viel Zeit hatten, die Insel wirklich kennenzulernen. Trotzdem war ich schon damals so begeistert, dass für mich klar war: Irgendwann möchte ich nochmal zurückkommen – aber dann richtig.

Genau das haben wir jetzt gemacht. Eine Woche Korfu, ein Airbnb direkt am Meer, ein Mietwagen, ein paar kleine Ausflüge und genug Zeit, um die Insel nicht nur kurz zu sehen, sondern wirklich ein bisschen zu erleben.

Unser Airbnb im Süden von Korfu: erst Zweifel, dann Highlight

Unser Airbnb lag im Süden von Korfu – also nicht unbedingt dort, wo man beim ersten Googeln automatisch landet. Viele bekannte Strände, Buchten und Ausflugsziele befinden sich eher im Norden oder Nordwesten der Insel. Von unserer Unterkunft aus musste man dafür teilweise ein bis zwei Stunden Fahrt einplanen.

Am Anfang hat uns das wirklich verunsichert. Wir haben sogar überlegt, die Unterkunft zu stornieren. Zum Glück haben wir es nicht gemacht.

Denn genau diese Lage hat unseren Korfu Urlaub am Ende besonders gemacht. Der Süden der Insel war viel ruhiger, weniger touristisch und hat sich für uns viel ursprünglicher angefühlt. Neben unserem Haus gab es keinen direkten Nachbarn, dafür unberührte Strandabschnitte, ein paar leerstehende Häuser und Hütten und ganz viel Ruhe.

Auch die Unterkunft selbst können wir wirklich zu 100 % empfehlen. Das Airbnb hatte zwei Schlafzimmer für insgesamt vier Personen, ein Badezimmer, eine Küche, ein Wohnzimmer und sogar eine Waschmaschine. Alles war total modern eingerichtet und trotzdem gemütlich. Besonders schön war das Schlafzimmer mit direktem Blick aufs Meer und Zugang zur Terrasse. Morgens aufzuwachen und direkt aufs Wasser zu schauen, war schon ziemlich perfekt.

Und als wäre der direkte Meerzugang nicht schon Highlight genug gewesen, hatten wir durch die Lage auch noch die schönsten Sonnenuntergänge direkt vor der Haustür. Abends einfach auf der Terrasse sitzen, aufs Wasser schauen und zusehen, wie die Sonne langsam untergeht – genau solche Momente haben die Unterkunft für uns am Ende so besonders gemacht.

Unser Gastgeber hat uns erzählt, dass in der Umgebung leerstehende Gebäude nur renoviert werden dürfen und nicht einfach etwas komplett Neues gebaut werden kann. Das erklärt vielleicht ein bisschen, warum manche Ecken dort so unberührt wirken.

Für uns war genau das perfekt. Wir mussten gar nicht jeden Tag losziehen, sondern konnten den ganzen Tag am Haus verbringen, aufs Meer schauen, baden, lesen und einfach mal nichts planen. Das Beste: Unser Gastgeber brachte uns noch zwei SUPs vorbei, mit denen wir direkt vom Haus aus kleine Touren machen konnten.

Mein Fazit: Man muss auf Korfu nicht immer dort wohnen, wo alle hinfahren. Gerade wenn ihr Ruhe sucht, kann der Süden der Insel eine richtig gute Wahl sein.

Kaiser’s Throne: mein liebster Aussichtspunkt auf Korfu

Auf dem Rückweg von Liapades zu unserer Unterkunft lag der schönste Aussichtspunkt, den wir auf Korfu besucht haben auf dem Weg: der Kaiser’s Throne bei Pelekas. Dort gibt es eine Aussichtsplattform mit einem richtig schönen Blick über die Insel.

Ich liebe solche Orte, weil man dort erst ein Gefühl dafür bekommt, wie eine Insel eigentlich aufgebaut ist. Auf Korfu sieht man von oben besonders gut, wie grün die Insel ist. Das hatte mich wirklich überrascht. Ich hatte Griechenland irgendwie trockener und karger im Kopf – Korfu war aber ganz anders: grün, hügelig, mit vielen Olivenbäumen, Zypressen und kleinen Bergdörfern.

Mein Tipp: Fahrt nicht nur für ein schnelles Foto hin. Nehmt euch ein bisschen Zeit, schaut in alle Richtungen und verbindet den Aussichtspunkt vielleicht mit einem kleinen Stopp in einem Bergdorf oder einer Taverne.

Bootstour ab Liapades: mein liebster Ausflug auf Korfu

Wenn ich euch nur einen Ausflug auf Korfu empfehlen dürfte, dann wäre es wahrscheinlich diese Bootstour.

Wir haben in der Bucht von Liapades bei Nino Boat Rental ein kleines Boot gemietet. Das Schöne daran: Man darf solche kleinen Boote in Griechenland bis zu einer bestimmten Motorleistung auch ohne Bootsführerschein fahren. Bei uns waren es 30 PS. Bitte prüft die aktuellen Regeln und Bedingungen aber immer nochmal direkt beim Anbieter.

Vor Ort bekommt man eine kurze Einweisung. Bei uns wurde sogar für uns ausgeparkt, sodass wir nicht selbst aus der Bucht herausmanövrieren mussten. Danach ging es los: glasklares Wasser, kleine Buchten, Felsen, Schnorchelstopps und dieses Gefühl, einfach selbst entscheiden zu können, wo man anhält.

Wir hatten das Boot für drei Stunden gemietet und dafür 100 Euro gezahlt. Am Ende kamen noch 40 Euro Sprit dazu, wobei wir auch wirklich viel gefahren sind.

Nehmt euch auf jeden Fall genug Wasser, Snacks und vielleicht etwas Richtiges zu essen mit. Es gibt unterwegs wunderschöne Buchten, in denen man ankern, schwimmen und schnorcheln kann. Achtet aber darauf, dass sich der Anker nicht zwischen Steinen verhakt, und lasst euch vorher genau erklären, wo ihr fahren und ankern dürft.

Für mich war die Bootstour eines der Highlights auf Korfu, weil man die Insel nochmal aus einer ganz anderen Perspektive sieht.

Mein Tipp: Bucht direkt sechs Stunden. Die Zeit vergeht so schnell, dass drei Stunden fast zu kurz sind. Für sechs Stunden hätte das Boot bei uns 150 Euro gekostet.

Korfu-Stadt: Gassen, Shops und Plane Spotting

Korfu-Stadt war für mich eine schöne Mischung aus Altstadt, kleinen Gassen, Shops, Cafés und diesem leicht wuseligem Urlaubsgefühl, das man in einer Inselhauptstadt irgendwie erwartet.

Am schönsten fand ich es, sich einfach treiben zu lassen, statt nur bestimmte Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Durch kleine Gassen laufen, in Shops schauen, einen Kaffee trinken, irgendwo sitzen bleiben und beobachten – genau so mochte ich die Stadt am liebsten.

Parken fanden wir allerdings relativ teuer. Wir haben 10 Euro bezahlt. Das ist natürlich kein Weltuntergang, aber gut zu wissen, wenn man nur kurz in die Stadt möchte.

Ein Highlight in der Nähe von Korfu-Stadt war für uns außerdem das Plane Spotting an der Brücke beim Flughafen. Wenn dort ein Flugzeug landet, ist das wirklich beeindruckend nah. Selbst wenn man sonst kein riesiger Flugzeug-Fan ist, lohnt sich der Stopp.

Für uns war Korfu-Stadt perfekt für einen halben Tag: ein bisschen bummeln, etwas essen, durch die Gassen laufen und danach noch kurz zur Brücke beim Flughafen.

Was mich auf Korfu überrascht hat

Korfu hat mich an mehreren Stellen überrascht. Als Erstes: wie grün die Insel ist. Ich hatte mit schönen Buchten gerechnet, aber nicht damit, dass Korfu so hügelig und bewachsen ist.

Gerade wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist, fährt man immer wieder durch kleine Bergdörfer, vorbei an Olivenbäumen, Kurven und Tavernen, die irgendwo zwischen Hang und Aussicht liegen.

Was uns auch überrascht hat: Es gibt auf Korfu keine großen Schnellstraßen, zumindest haben wir keine so erlebt. Viele Straßen sind kurvig und eng, und man braucht für Strecken oft länger, als die Kilometer vermuten lassen. Genau deshalb würde ich für Korfu auf jeden Fall einen Mietwagen empfehlen.

Wir haben unseren Mietwagen vorab über Check24 bei Hertz gebucht und würden es wieder so machen. Ohne Auto hätten wir viele Orte wahrscheinlich gar nicht gesehen. Falls ihr auch einen Mietwagen für Korfu sucht, könnt ihr hier die Preise vergleichen*: [Mietwagen bei Check24 vergleichen]*

Mein Tipp: Bucht lieber kein riesiges Auto. In vielen Dörfern und auf kleineren Straßen ist ein kleinerer Wagen deutlich entspannter.

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Kulinarisch war Korfu für uns auch richtig gut. Griechisches Essen ist einfach ein Traum. Was ich vorher nicht wusste: Gyros ist auf Korfu gar nicht überall so präsent, wie man es vielleicht aus Deutschland kennt. In vielen Tavernen standen eher andere griechische Gerichte auf der Karte – uns wurde empfohlen.

Müll, leerstehende Häuser und Straßenkatzen

So schön Korfu ist, ich finde, man sollte auch ehrlich sagen: Die Insel hat nicht nur Postkarten-Seiten.

Uns ist aufgefallen, dass Korfu ein Müllproblem hat. An manchen Stellen standen volle Container oder Müll am Straßenrand. Für uns hat das den Urlaub nicht kaputt gemacht, aber es gehört zur ehrlichen Wahrnehmung dazu.

Auch die vielen leerstehenden oder verfallenen Häuser sind uns aufgefallen. Teilweise wirkt es fast so, als hätte jemand ein Haus einfach verlassen und die Natur holt es sich langsam zurück. Gerade im Süden hat diese Mischung aus alten Häusern, unberührter Landschaft und wenig Tourismus aber auch eine ganz eigene Stimmung geschaffen.

Und dann sind da noch die Straßenkatzen. Es gibt wirklich viele. Ich würde beim nächsten Mal auf jeden Fall direkt Katzenfutter kaufen und im Auto haben. Natürlich sollte man verantwortungsvoll damit umgehen und keine Tiere an gefährliche Straßen locken, aber wenn man ein Herz für Katzen hat, kommt man auf Korfu schwer an ihnen vorbei.

Mein Fazit zu unserem Korfu Urlaub

Die Insel ist grün, ruhig, lebendig, manchmal chaotisch, manchmal überraschend leer, an manchen Stellen sehr touristisch und an anderen fast unberührt. Für mich war genau diese Mischung das Besondere.

Vielleicht war ich auch deshalb schon nach meinem ersten kurzen Besuch im Rahmen der Kreuzfahrt so begeistert. Damals hatte ich nur einen kleinen Eindruck von der Insel bekommen, aber dieser Eindruck hat gereicht, um Korfu irgendwann nochmal richtig sehen zu wollen. Und jetzt, nach einer Woche, kann ich sagen: Es hat sich gelohnt.

Unser Airbnb im Süden, das wir fast storniert hätten, wurde am Ende zu unserem Lieblingsort. Die Bootstour ab Liapades war mein liebster Ausflug. Kaiser’s Throne war mein schönster Aussichtspunkt. Korfu-Stadt war perfekt für einen kleinen Stadtbummel mit Plane-Spotting-Moment.

Korfu ist für mich keine Insel, auf der man einfach nur Sehenswürdigkeiten abhaken sollte. Viel schöner ist es, sich treiben zu lassen, spontan anzuhalten, auch mal einen ruhigen Tag am Haus zu verbringen und nicht nur dorthin zu fahren, wo alle hinfahren.

Gerade der Süden hat uns gezeigt, dass die schönsten Urlaubsmomente manchmal nicht dort entstehen, wo man sie vorher gesucht hätte.

Korfu in Bildern

Zum Schluss noch ein paar Eindrücke, die es nicht in die Abschnitte oben geschafft haben – Korfu ist an jeder Ecke fotogen.

Anreise, Parken und beste Reisezeit

  • Mit dem Flugzeug: Korfu hat einen eigenen Flughafen. Von dort sind es nur wenige Minuten nach Korfu-Stadt und ca. eine Stunde Fahrt zu unserem Airbnb im Süden.
  • Beste Reisezeit: Juni war für uns perfekt: warm, aber nicht zu voll. Mai, September und Anfang Oktober stelle ich mir auch sehr schön vor.
  • Zeit einplanen: Sieben Nächte waren ideal. So hatten wir genug Zeit für Ausflüge und ruhige Tage am Meer.

Warst du schon einmal auf Korfu, oder steht die Insel noch auf deiner Liste? Schreib mir gern in die Kommentare, welche Ecke ich beim nächsten Mal nicht verpassen darf.

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